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Newsletter 01/2026
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Liebe Leser*innen,
willkommen zum ersten IKG-ConflictA-Newsletter in 2026! Für das
IKG
ist es ein ganz besonderes Jahr, denn wir werden 30 Jahre alt. Das Institut wurde 1996 als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bielefeld gegründet. Es folgt seitdem der Idee, dass Konflikte und Gewaltphänomene in Gesellschaften systematisch erforscht werden können, und unsere Studien Auskunft über den Zustand der Gesellschaften geben. Die Zeit damals war geprägt von rechtsextremem Terror, Hasstaten und massiven Konflikten um das Thema Asyl und die Frage, wohin die deutsche Gesellschaft treibt. Diese Fragen beschäftigen uns seit drei Jahrzehnten in den Projekten und scheinen drängender denn je angesichts der Konfliktlagen und der nachweislichen Gewalt in der Welt. Radikalisierungen, Extremismus, Terror und politische Gewalt sind sichtbarer Ausdruck einer fragilen Weltlage.
Das IKG hat es in den dreißig Jahren geschafft, trotz nicht einfacher Möglichkeiten, hinreichend Drittmittel in dem Forschungsbereich einzuwerben. Es ist Teil des
Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt
(FGZ), Mitglied der Forschungsgemeinschaft des
Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung
(DeZIM) und wir koordinieren das
Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung
(Wi-REX) neben vielen anderen Verbünden und Netzwerken. Der Aufbau der
Konfliktakademie (ConflictA)
als einzigartiger Ort des Transfers und der Kommunikation schreitet voran. In den 30 Jahren sind wir so gewachsen, dass sich die Frage nach einer längerfristigen Stabilisierung der aufgebauten Strukturen und des Wissens noch dringlicher stellen. Dazu bedarf es Verhandlungen wie auch der Unterstützung durch andere.
Lassen Sie uns weiterhin und verstärkt gemeinsam nach Antworten suchen, denn schon immer sieht das IKG eine zentrale Verantwortung darin, einen Beitrag zu sozialen und politischen Diskursen zu leisten. Dazu sind wir da und freuen uns über Unterstützung, Kontakt und Teilhabe an unseren Netzwerken, Workshops, Foren und Publikationen. Der Newsletter mag helfen, einen kleinen Einblick über aktuelle Projekte und Beteiligungsformate zu geben. Danke für Ihr Interesse.
Prof. Dr. Andreas Zick
Wissenschaftlicher Direktor des IKG
Esther Rüßler, Felicitas Wagner und Andreas Uhl
(Newsletter-Team)
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Ausgewählte Meldungen
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Fotos, die Geschichten erzählen – neues Projekt zum Wissenschaftsjahr des BMFTR
Im März ist am IKG und an der ConflictA das Projekt „JuStHEALTH. Junge Stimmen für Gesundheit“ gestartet. Es richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren – mit und ohne Fluchtgeschichte. Workshops zu Fotografie und Storytelling laden junge Menschen ein, ihre Perspektiven auf gesundheitliche Themen auszudrücken (Termine finden sich auf der Website). Die Ergebnisse werden in einer digitalen Ausstellung präsentiert. JuStHEALTH wird gefördert vom BMFTR im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“.
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Die Versorgung von Kindern mit Fluchtgeschichte verbessern – aber wie?
Das war die zentrale Frage bei der
Bielefelder Netzwerkkonferenz zur psychischen Gesundheit von Kindern mit Fluchtgeschichte.
Und die kurze Antwort lautet: gemeinsam! Fachkräfte und Wissenschaftler*innen tauschten sich in Workshops aus und verständigten sich darauf, das gemeinsame Netzwerk zu stärken. Die Konferenz fand im Rahmen des Projekts SchulBasis statt, das schulbasierte Screenings, Unterstützungs- und Überweisungsstrukturen für Kinder aus Familien mit Fluchtgeschichte entwickelt und etabliert.
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Neue ConflictA-Website ist online!
Mit ihrer Neugestaltung bietet die Website der ConflictA einen Überblick über die laufenden Forschungsprojekte und lädt ein, sich auf vielfältige Weise mit Konfliktthemen und ihrer Bearbeitung auseinanderzusetzen – sowohl theoretisch als auch praxisnah: Bildungsmaterialien, Podcast-Episoden, die Schriftenreihe ConflictA-Spotlights, Termine und einen Einblick in Aktivitäten im Blog – Stöbern willkommen!
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Hochschulen als zentrale Orte gesellschaftlicher Auseinandersetzungen
Welche Konflikte gibt es an Hochschulen? Welche Methoden und Strukturen der Konfliktbearbeitung sind bereits vorhanden? Welche Bedarfe werden noch gesehen? Diesen Fragen geht das ConflictA-Projekt Konflikte an Hochschulen auf den Grund. Im Rahmen des Projekts findet Anfang Juni ein Fachtag in Hannover statt. Die Ergebnisse des Fachtags werden in die weitere Projektarbeit einfließen. Als ein zentrales Ergebnis soll ein modulares Weiterbildungstool entstehen.
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© KI-Akademie OWL
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KI verstehen, kritisch einordnen, gemeinsam diskutieren
Seit 2024 gibt es die
KI-Akademie an der Uni Bielefeld.
Anlässlich der aktuellen Debatte rund um Deepfakes möchten wir auf eine Veranstaltung der KI-Akademie OWL aufmerksam machen. Gerade dort, wo es um gesellschaftliche Debatten, Vertrauen, Desinformation oder Konfliktdynamiken geht, ist es wichtig, KI nicht nur „zu nutzen“, sondern sie auch kritisch einzuordnen: Was ist zuverlässig? Was wirkt nur plausibel? Wo entstehen Risiken und wie können wir damit umgehen? Zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit diesen Fragen lädt die KI-Akademie am 8. Mai 2026 Interessierte aus der Stadtgesellschaft unter dem Titel „#KI.AllesKlar! Verstehen. Fragen. Ausprobieren.“ ein.
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Inklusion und Konfliktforschung für die Praxis – Online-Modul BETEILIGT
Wer in Beteiligungspraxis arbeitet, kennt die Herausforderung: In Beteiligungsverfahren wie Workshops, Anhörungen oder Bürger*innenversammlungen sind häufig dieselben Gruppen dabei und auch sind diese nicht selten konfliktreich. Hier setzt das Modul BETEILIGT an. Es verknüpft Perspektiven aus Konfliktforschung, Mediation, Inklusion, Wissenschaftskommunikation und zeigt praxisnah, wie Beteiligung inklusiv und konfliktsensibel gestaltet werden kann. Das Modul ist ein Ergebnis des Projekts WissKON der Konfliktakademie ConflictA an der Universität Bielefeld. Gefördert wurde das Projekt als Teil des Wissenschaftsjahres 2025 – Zukunftsenergie. Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
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Aktuelle Veröffentlichungen
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“Not Censored, But Silenced: Evidence from Local Journalists in German Far-Right Strongholds” Article by Patrick Peltz & Yann Rees
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„Interreligiöse Dialog- und Lernräume gestalten: Gedanken zum Begegnungsforum 2025“ Blogbeitrag von Nico Noltemeyer-Gautier, Franka Büssing & Lilly Roll-Naumann
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„Empfehlungen für einen konstruktiven Dialog“ Leitfaden von Deutschland spricht (Anthea Wendland & Line Polifke). Mitwirkung von Lilly Roll-Naumann (ConflictA)
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“Why context matters for teacher perpetrated violent discipline: A multi-level study on attitudes, norms, teacher relationship, and stress” Article by Anette Kirika, Florian Scharpf, Faustine Bwire Masath, Joseph Ssenyonga, Amoah Kwaku Karikari & Tobias Hecker
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„Identitätskämpfe: Polarisierungsprozesse aus sozialpsychologischer Perspektive“ Artikel von Andreas Zick [Paywall]
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„Islamismus als gesellschaftliche Herausforderung. Ursachen, Wirkungen, Handlungsoptionen“ Kurzfassungen des RADIS-Sammelbandes jetzt auf Arabisch, Türkisch, Englisch und Französisch verfügbar
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„‘Alle negativen Erscheinungen im Leben der jungen Generation endgültig und für immer ausmerzen’ – Ein Streifzug durch die Geschichte der Jugendkriminalprävention“ Artikel von Dirk Lampe
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„Von der Empörung zur Gewalt. Biographische Sinnkonstruktionen im Kontext flüchtlingsfeindlicher Aktivitäten“ Sammelbandbeitrag von Hannah Mietke, Yann Rees, Andreas Zick, Jakob Thinius, Matthias Koch & Andreas Beelmann
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“Anti-Muslim Racism: Facets, Roots, and Consequences“ Handbook chapter by Andreas Zick & Isabell Diekmann
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“English PrEval Monitor 2025” now available
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“Citizen participation and its impact on political efficacy: insights from a town hall study in Germany” Article by Yann Rees, Leon Walter & Jonas Rees
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BETEILIGT – Online-Modul zur inklusiven und konfliktsensiblen Beteiligung der ConflictA, Konfliktakademie
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Kommende Veranstaltungen
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Podcasts & Interviews – Konflikt- und Gewaltforschung zum (Nach)Hören
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